Neustadt an der Weinstraße – Eine aktuelle Umfrage offenbart, dass viele Menschen in Deutschland ihre (Meinungs-)Freiheit eingeschränkt sehen. Wird gesellschaftlicher Widerspruch stärker wahrgenommen oder wird hier Angst vor Sanktionen erkennbar? Welche Rolle spielt Freiheit als Wert in unserer demokratischen Gesellschaft? Worin besteht der Begriff der Freiheit und wie wird er umgesetzt? Vom 06. bis 07.06.2026 sollen im Rahmen des 1. Literaturvilla-Herrenhof-Festivals „Literatur und Freiheit“ in der Parkvilla des Kulturzentrums Herrenhof diese Fragen literarisch ausgelotet werden.

Dabei werden Autorinnen und Autoren, Musikerinnen und Musiker sowie Mendienkünstler aus Neustadt an der Weinstraße und der angrenzenden Region den Begriff der Freiheit ermitteln und ihre Vorstellungen davon präsentieren sowie mit dem Publikum diskutieren.

Das Programm:

Den Start des zweitägigen Festivals bildet am Vormittag des 06.06.2026 ein Creative-Writing-Workshop für Jugendliche (13-19) zum Thema „Freiheit(en)“ mit dem Autoren und Verleger Florian Arleth. Hier sollen junge Menschen dazu animiert werden, mithilfe von Techniken des Kreativen Schreibens den Begriff der Freiheit zu hinterfragen. In dem Workshop sollen originelles individuelles sowie gemeinsames Schreiben verschiedener Texte zum Festivalthema eingeübt und umgesetzt werden, um neue Ausdrucksmöglichkeiten und Kommunikationsformen zu entfalten. Der Fokus wird dabei auf neuen Schreib- und Präsentationstechniken liegen wie performatives Schreiben, Schreibperformance sowie Kurz- und Kürzesttexte als Kommunikations- und Interaktionsprozesse. Zudem soll ein Austausch mit anderen Kreativköpfen aus dem Bereich der Literatur ermöglicht werden. Die Ergebnisse des Workshops werden am zweiten Festivaltag auf der Bühne vorgetragen.

Am Nachmittag werden verschiede in der Region etablierte Autorinnen und Autoren, Zeitschriften und Verlage auf der Bühne der Literaturvilla Herrenhof Mußbach sich vorstellen und in einen interaktiven Austausch mit dem Publikum treten. Den Reigen werden dabei die Herausgeberinnen der überregional bekannten Literaturzeitschrift „PalatinArt.Magazin für Literatur und Kultur“ von Ruth Ratter und Regina Reiser eröffnen. Unter dem Motto „Architekturen von Freiheit“ werden sie die Zeitschrift vorstellen. Auch werden einige Autorinnen und Autoren des aktuellen Heftes mit dem Titel „Architekturen“ ihre Texte auf der Bühne präsentieren. 

Daran schließen die Autorinnen und Autoren des Neustadter Literatennetzwerk TeXtur an. Es lesen Wolfgang Allinger, Jürgen de Bassmann, Natalia Kicheva, Pyale Kiliç-Wendel und Michael Saenger  eigene Texte, die sie zum Thema „Literarische Freiheiten“ verfasst haben. Am Frühen Abend werden Ingrid Samel und Elke Engelhardt die in Neustadt ansässige und überregional bekannte Zeitschrift WORTSCHAU vorstellen und eigene Texte zum Thema Freiheit präsentieren. Daran anschließend werden junge Autorinnen und Autoren des in Hassloch beheimateten Brot&Kunst Verlags ihre Vorstellungen von gegenwärtiger und vergangener Freiheit auf der Bühne zum Besten geben. Der erste Festivaltag endet mit einem Highlight: einer Lesung der PEN-Autorin und Hilde-Domin-Biographin Marion Tauschwitz mit unter dem Motto Hilde Domin und die Freiheit“ und musikalischer Begleitung der Cellistin Katja Zakotnik. Anschließend wird es eine Podiumsdiskussion mit dem Publikum und einigen Autorinnen und Autoren des Festivals geben. 

Begleitet wird das Festival durch eine audio-visuelle Installation der MediaApes zum Thema ,Freiheit‘ im Festival-Gebäude, der Parkvilla (Literaturvilla) Herrenhof.

Der zweite Festivaltag findet einen offenen Ausklang in Form eines musikalisch-literarischen Picknicks mit Mark Selinger Trio und diversen Autorinnen und Autoren der beiden Festivaltage unter besonderer Berücksichtigung der literarischen Ergebnisse des Workshops zum Kreativen Schreiben für Jugendliche vom ersten Festivaltag. 


Ort: Parkvilla des Kulturzentrums Herrenhof
An der Eselshaut 18, 67435 Neustadt-Mußbach – Parkmöglichkeiten: An der Eselshaut 18.

Eintrittspreis: Pay, what you want

Quelle: Arbeitskreis Literatur des Kulturzentrums Herrenhof


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