Ludwigshafen – Der BASF Weinkeller feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und zählt damit zu den ältesten Weinkellern Deutschlands. Was 1901 als funktionaler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der BASF begann, hat sich über Generationen hinweg zu einer festen Institution entwickelt – geprägt von Weinkultur, Gastfreundschaft und dem Anspruch, Menschen miteinander zu verbinden.

Ein Blick zurück: Der Weinkeller als Teil der BASF-Geschichte

Gegründet im Jahr 1901, belieferte der Weinkeller zunächst das Gesellschaftshaus der BASF sowie Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen. Über Jahrzehnte hinweg prägte er die Weinkultur des Unternehmens und wurde zu einem prägenden Bestandteil des sozialen Miteinanders. Auch in Zeiten tiefgreifender historischer Umbrüche wie den beiden Weltkriegen wurden nach Möglichkeit Weine verkauft und im Gesellschaftshaus ausgeschenkt.

Ein weiterer Meilenstein war der Bau des Weinfachgeschäfts und zusätzlicher Lagerkapazitäten zu Beginn der 1960er Jahre, der den Weinkeller weiter professionalisierte und stärker für ein breiteres Publikum öffnete.

„Der Weinkeller ist ein Spiegel seiner Zeit und der Unternehmensgeschichte der BASF. Er zeigt, dass Kultur, Genuss und Gemeinschaft von Anfang an zur BASF dazugehört haben.“

Dr. Isabella Blank-Elsbree, Corporate History BASF
Fässer im Kellereilager (Foto: BASF Corporate History, Ludwigshafen a. Rhein)
Fässer im Kellereilager (Foto: BASF Corporate History, Ludwigshafen a. Rhein)

Vom Lagerkeller zum international vernetzten Weinvertrieb

Heute lagern im über zwölf Meter tiefen Weinkeller rund eine Million Flaschen aus mehr als 2.000 verschiedenen Weinen. Rund 25.000 Kundinnen und Kunden weltweit werden beliefert, Exporte gehen in über 50 Länder, darunter auch an deutsche Auslandsvertretungen.

„Unser Anspruch ist es, Tradition und Zeitgeist miteinander zu verbinden. Wir pflegen langjährige Partnerschaften mit Winzerinnen und Winzern, treffen unsere Weinauswahl heute gemeinschaftlich und entwickeln Weine mit einer klaren, eigenständigen Handschrift.“

Bernhard Wolff, Leiter des BASF Weinkellers

Ein besonderes Profil verleihen dem Sortiment die BASF-Exklusivweine: Rund 100 Weine, die in enger Zusammenarbeit mit Partnerwinzerinnen und -winzern entstehen und ausschließlich im BASF Weinkeller erhältlich sind. Während früher Weine direkt vor Ort abgefüllt wurden – bekannt als „Lagen im Alleinverkauf“ – steht heute die gemeinsame Entwicklung individueller Cuvées im Mittelpunkt.

Gleichzeitig entwickelt sich das Angebot kontinuierlich weiter. Onlinehandel, Click-&-Collect-Modell sowie eine wachsende Nachfrage nach Qualität, Transparenz und alkoholfreien oder alkoholreduzierten Alternativen prägen das heutige Sortiment.

Wein als Kulturgut der BASF Gastronomie

Der BASF Weinkeller ist fest in die BASF Gastronomie eingebunden, die selbst auf eine über 140-jährige Geschichte zurückblickt. Aus einfachen Essensausgaben für Arbeiter entwickelte sich über die Jahrzehnte eine moderne Gastronomie mit Kantinen, Veranstaltungshäusern, Hotels und kulinarischen Angeboten für Mitarbeitende und externe Gäste.

„Die BASF Gastronomie steht für Begegnung, Qualität und Vielfalt. Der Weinkeller ist offen für alle. Er bringt Menschen unterschiedlichster Kulturen und Nationen zusammen und schafft Räume für Austausch und Begegnung.“

Anne Boel Rasmussen, Leiterin BASF Gastronomie
Verkaufsraum Weinkeller (Foto: BASF Corporate History, Ludwigshafen a. Rhein)
Verkaufsraum Weinkeller (Foto: BASF Corporate History, Ludwigshafen a. Rhein)

Heute beschäftigt die BASF Gastronomie zirka 400 Mitarbeiter und betreut jährlich etwa 14.000 Veranstaltungen und Caterings. Neben dem Weinkeller gehören unter anderem das Gesellschaftshaus, das Feierabendhaus und das Hotel René Bohn zum Portfolio. Nach 125 Jahren ist der BASF Weinkeller weit mehr als ein Ort zur Lagerung edler Tropfen. Er ist ein lebendiger Treffpunkt, ein Stück gelebter Unternehmens- und Stadtgeschichte.

Diese besondere Bedeutung wird im Jubiläumsjahr unter anderem mit einem After-Work-Event am 18. Juni im Feierabendhaus der BASF gewürdigt, bei dem Mitarbeitende und Gäste den Weinkeller und seine Geschichte in entspannter Atmosphäre erleben können. 25 ausgewählte Weine von etwa fünf Partnerwinzern, ergänzt durch ein gastronomisches Angebot, schaffen eine entspannte Atmosphäre nach Feierabend. Das für alle offene Format richtet sich bewusst an ein breites Publikum und steht ganz im Zeichen von Erlebnis und Gastfreundschaft.

Im Jubiläumsjahr stehen zudem weitere Veranstaltungen auf dem Programm: Eine Gartenweinprobe im Weingut Kimich in Deidesheim (Pfalz) am 18. Juli lädt zu einem sommerlichen Nachmittag in lockerer Atmosphäre ein. Im Rahmen exklusiver Masterclasses sind mit dem südaustralischen Weingut Kilikanoon (3. September) und dem Weingut Bassermann-Jordan (19. November) aus Deidesheim (Pfalz) zwei langjährige Partnerweingüter in der Vinothek im BASF Gesellschaftshaus zu Gast. Zudem gibt eine virtuelle Weinprobe mit Eguren Ugarte am 1. Oktober Einblicke in die Welt spanischer Rioja-Weine – direkt von zuhause aus. Weitere Veranstaltungen finden Sie im aktuellen Genießerkalender.

Darüber hinaus wurde der BASF Weinkeller in diesem Jahr als „Weinhändler des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Verwurzelt in der Vergangenheit und offen für neue Impulse bleibt der Weinkeller auch künftig ein Ort gelebter Weinkultur und des Miteinanders in Ludwigshafen und darüber hinaus.


Faktenbox:

  • Gründung: 1901
  • Gelagerte Flaschen: ca. 1 Mio.
  • Sortenvielfalt: über 2.000 Weine
  • Kunden weltweit: ca. 25.000
  • Zielgruppe: offen für alle
  • Exportländer: über 50
  • Exklusive Eigenlinie: ca. 100 BASF-Exklusivweine

Quelle: BASF Gastronomie GmbH