Wachenheim an der Weinstraße – Das Guadagnini Trio, das vor drei Jahren schon einmal bei der Wachenheimer Serenade auftrat, gehört seit vielen Jahren zur Klaviertrio-Elite. In der Formation vereinen sich drei künstlerische Persönlichkeiten zu einer unverkennbaren, gemeinsamen Stimme, die jedes Konzert zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis werden lässt. Am Sonntag, 17. Mai 2026, spielt das Trio um 19 Uhr in der Hl. Edith Stein-Kirche Werke Werke von den drei Meistern Jospeh Haydn, Claude Debussy und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Bei ihrem letzten Auftritt in Wachenheim bekam das Guadagnini Trio „standing ovations“ – auch dieses Mal werden die Musiker ihr Publikum begeistern: die Violinistin Alina Armonas-Tambrea, gebürtige Rumänin, der aus Litauen stammende Cellist Edvardas Armonas sowie der belgische Pianist Yannick van de Velde überzeugen nicht nur durch technische Brillanz verbunden mit künstlerischer Reife. Das Ensemble zeichnet sich zudem durch einen hohen interpretatorischer Anspruch, einen lebendiger Zugriff auf die Werke und einen spannungsvollen, einzigartigen Klang aus, in dem individuelle Virtuosität konsequent dem gemeinsamen Ausdruck dient – geprägt von einem Miteinander, das sowohl die Intensität des Zusammenspiels auf der Bühne als auch die unmittelbare Verbindung zum Publikum spürbar macht.

Bei der Wachenheimer Serenade erklingt mit dem Klaviertrio G-Dur das wohl bekannteste Klavietrio von Joseph Haydn (1732 – 1809). Es trägt auch den Namen „Zigeunertrio“, weil der Komponist den finalen Satz als Rondo „in ungarischer Weise“ schrieb. Die reichen volksmusikalischen Quellen des Balkans hatte er in seinen langen Jahren als Hofkapellmeister des ungarischen Magnaten von Esterházy kennen gelernt und setzte die ungarischen Tanzweisen als überbordendes Finale ans Ende eines ansonsten ganz zahmen Trios.

Die Wiederentdeckung des Trio G-Dur von Claude Debussy (1862 – 1918) gehört zu den musikwissenschaftlichen Sensationen der letzten 20 Jahre. Der junge Debussy widmete die Komposition seiner Gönnerin Nadeshda von Meck, die ihn zwei Sommer lang engagiert hatte. Das Stück überrascht durch jugendliche Frische, verrät aber auch den Einfluss der großen Vorbilder – Schumann, Fauré, und Tschaikowsky – des französischen Komponisten.

Das 2. Klaviertrio c-moll Opus 66 von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847) ist weniger bekannt als das populäre Vorgängerwerk in d-moll – es ist kompositionstechnisch aber zweifellos das anspruchsvollere der beiden Trios. Die halsbrecherischen Passagen in der Klavierstimme nannte der Komponist „ein bisschen eklig zu spielen“. Insbesondere in seinen beiden Ecksätzen zeigt sich ein Stilwandel, mit dem sich bereits die Spätromantik ankündigt mit Melodien voller düsterer Energie, liedhaften Passagen und einem Choral im letzten Satz.

Karten zum Preis von 25,00 Euro (Schüler und Studierende 14,00 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei) sind erhältlich unter www.wachenheimer-serenade.de, bei der Tourist-Info Wachenheim, bei Musik-Haas in Bad Dürkheim und bei Dürninger in Neustadt an der Weinstraße.

Quelle: Freundeskreis Wachenheimer Serenade e.V.


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