Ludwigshafen – Mit dem Klimawandel werden heiße Tage häufiger, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen belasten – mit teils lebensbedrohlichen Folgen. Darauf weisen das Klimaschutzmanagement und der Fachbereich Gesundheitsförderung und -berichterstattung der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis anlässlich des Hitzeaktionstags hin, der in diesem Jahr am 11. Juni 2026 unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ stattfindet.

Extreme Hitze kann insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Menschen ohne Wohnung oder Obdach lebensbedrohlich werden. Im Jahr 2025 forderte Hitze in Deutschland laut Robert Koch Institut (RKI) etwa 2.500 Tote. Dabei ist nicht nur in den Städten der stetige Temperaturanstieg spürbar. Auch die ländlichen Gebiete im Oberrheingraben gehören zu den heißesten Gebieten Deutschlands.

Besonders herausfordernd für den menschlichen Organismus sind mehrere aufeinanderfolgende heiße Tage, da die Temperaturen in der Nacht oft nicht unter 20°C abkühlen. Diese sogenannten Tropennächte belasten den Körper zusätzlich, weil die Regeneration im Schlaf beeinträchtigt ist.

Hitzeknigge in der dritten Auflage

Gemeinsam haben das Klimaschutzmanagement sowie der Fachbereich Gesundheitsförderung und -berichterstattung der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis den Hitzeknigge herausgebracht – eine Broschüre mit Hitzetipps für die Region, die nun in der bereits dritten Aufklage vorliegt. Der Hitzeknigge enthält praktische Hinweise und Antworten auf alltägliche Fragen zum Thema Hitze und ist unter anderem in den Auslagestellen der Gemeinden im Kreis sowie beim ambulanten Pflegedienst, niedergelassenen Ärzten und in Apotheken erhältlich.

Darin finden sich verschiedene Verhaltenstipps, darunter Empfehlungen wie:

  • Achten Sie auf die amtlichen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Radio, Fernsehen oder über die Gesundheits-Wetter-App.
  • Geben Sie die Hitzewarnungen an ältere Menschen im nahen Umfeld weiter und fragen Sie regelmäßig nach deren Wohlbefinden.
  • Deuten Sie Symptome einer Überhitzung richtig und leisten Sie bei Schwindel, Übelkeit oder Kurzatmigkeit Hilfe.
  • Wählen Sie den Notruf bei Verwirrtheit, Bewusstseinseintrübungen oder schwerer Atemnot.

Auf der Hitze-Webseite des Rhein-Pfalz-Kreises (www.rhein-pfalz-kreis.de/hitze) sind außerdem weiterführende Informationen zum individuellen Hitzeschutz für Bürgerinnen und Bürger sowie Materialien für Fachstellen im Gesundheits- und Sozialbereich zu finden.

Zum Hitzeaktionstag

Seit 2023 findet jährlich der bundeweite Hitzeaktionstag statt, den die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e.V. initiieren. Mehr als 30 Verbände und Initiativen gehören dieser Initiative an und fordern gemeinsam, dass Hitzeschutz in allen Lebensbereichen verankert wird. Hitzeschutz ist dabei eine gemeinschaftliche Aufgabe und geht über den Gesundheitsschutz hinaus. Neben der Erarbeitung von Konzepten zum Hitzeschutz auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, ist gesundheitliche Aufklärung wichtig, um hitzebedingte Erkrankungen zu vermeiden.


Quelle: Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis