Helmbach – Vor einigen Wochen musste die Brücke über den Speyerbach und unter den Gleisen des Kuckucksbähnels mangels Genehmigung entfernt werden.

Was ist hier passiert?

In der Vergangenheit gingen die Wanderwege über das Privatgelände vom Sägewerk in Helmbach. Viele Jahre zurück duldete der Eigentümer die Nutzung des Pfades über sein Grundstück nicht mehr und hat den Zugang mit Holz und Hecken zugeworfen.

Die Gemeinde Elmstein hat zur damaligen Zeit Abhilfe geschaffen und eine Holzbrücke über den Speyerbach und unter dem Gleisbett errichtet. Von da an führten PWV-Wege, Jakobspilgerweg, MTB-Route 5 und in jüngster Zeit der Pfälzer Hüttensteig über diese Brücke. Beim letzten Hochwasser wurde diese Holzbrücke so stark beschädigt, dass sie nicht wieder nutzbar gemacht werden konnte. Nach einiger Recherche und Besprechungen hat sich die Verbandsgemeinde Lambrecht dieser Problematik angenommen und eine Metallbrücke fertigen lassen, weil eine kurzfristige Lösung dringend hermusste, da die Wanderer verbotenerweise über die Gleise liefen, was eine unmittelbare Gefahr darstellte. Nach Rücksprache mit der Unteren Wasserbehörde war diese Brücke aber nicht genehmigungsfähig, da sie zu tief über der Wasserlinie liegt und somit bei Hochwasser zu Aufstauung von Treibgut führen würde. 

Daraufhin wurden alle markierten Wege auf einen neu errichteten Pfad umgelegt. Hier waren Genehmigungen und Investitionen von rund 20.000 Euro nötig, um diese Umgehung zu fertigen.

Entfernter Fußgängerüberweg (Foto: Thomas Mann)
Entfernter Fußgängerüberweg (Foto: Thomas Mann)

Zwischenzeitlich ist der Pfad schon einige Monate im Nutzen der Allgemeinheit und hat auch den Vorteil, dass die Wanderer nicht die L499 überqueren müssen, um an den Bahnhof Helmbach zu gelangen. Die Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht bittet deshalb um Beachtung, dass der Pfad über den Speyerbach nicht mehr ohne nasse Füße begangen werden kann. Am oberen Ende ist er mit rot/weißem Band gesperrt.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass das Begehen der Gleisanlage verboten ist, was leider immer wieder beobachtet werden muss. Aufgrund der Steigung kann ein heranfahrender Zug an dieser Stelle nicht rechtzeitig bremsen, wenn sich Personen im Gleisbett befinden. 


Quelle: Gernot Kuhn, Pia Neumann