Trippstadt-Johanniskreuz – Es ist wieder soweit – der beliebte Marmeladenmarkt am Haus der Nachhaltigkeit lockt die Gäste mit dem Motto „regional und selbstgemacht“ am Samstag, 10. Oktober, zwischen 11 und 17 Uhr nach Johanniskreuz. Ein Fest für alle, die Natur lieben und Genuss schätzen.
Highlights in diesem Jahr sind die Bestimmung von Streuobstsorten, eine Obstsortenausstellung und ein Vortrag zur Bedeutung von Streuobstwiesen.
Zudem fliegen in diesem Jahr die Späne! Der Marmeladenmarkt wird durch eine Drechselvorführung des Drechsler Clubs Pfalz e.V. bereichert – ein absoluter Hingucker, wenn kleine wie große Kunstwerke aus heimischen Hölzern entstehen.
Der Marmeladenmarkt präsentiert eine bunte Auswahl an hausgemachten Marmeladen und Gelees, die aus regionalen Früchten hergestellt werden. Mit den unterschiedlichsten Methoden wurde der Geschmack aus der Vielfalt an Beeren, Früchten, Nüssen, Gemüse und vielem mehr für die kalte Jahreszeit eingefangen, verfeinert, kombiniert und konserviert. Besuchende können die Produkte direkt von den Herstellern probieren und kaufen. Neben Marmeladen werden auch andere handgefertigte Spezialitäten wie Fruchtsäfte, Sirupe, Essige, Liköre, Aufstriche, Chutneys und Honig angeboten. Der Markt steht ganz im Zeichen der Regionalität und Nachhaltigkeit – perfekt für all jene, die Wert auf gesunde, umweltfreundliche Produkte legen!
Wer weiß, ob auf Ihrer Streuobstwiese oder in Ihrem Garten eine seltene Sorte wächst? Vielleicht hat Ihr Großvater mal einen Apfelbaum gepflanzt, dessen Früchte ganz anders schmecken, als die Äpfel aus dem Supermarkt? Kommen Sie vorbei und schaffen Sie Klarheit!
Im Seminarraum des Infozentrums haben Besucher die Möglichkeit waschechten Pomologen über die Schulter zu schauen. Sie sind Experten für Streuobstsorten und zeigen die Unterschiede. Wer möchte, kann sein eigenes Streuobst mitbringen. Wichtig für die eindeutige Bestimmung: Es werden fünf gesunde Früchte eines Baumes benötigt. Wegen der Trockenheit ist es für die Bestimmung wichtig, dass die Früchte möglichst groß und gut entwickelt sind. Ob Apfel, Birne oder Quitte ist dabei egal. Pro Person sind maximal fünf Proben zur Bestimmung zugelassen.
Eine Obstsortenausstellung bietet die perfekte Gelegenheit, die Vielfalt regionaler Obstsorten kennenzulernen und die Tradition der Streuobstwiesen zu feiern.
Um 14 Uhr befasst sich der Vortrag „Lebendige Streuobstwiesen – vom Kulturerbe zum Zukunftsraum“ der zertifizierten Obstwartin Susanne Ecker im Seminarraum des Hauses mit dem ökologischen wie auch kulturellen Wert unserer Streuobstwiesen, sowie den aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen im Klimawandel.
Die pomologische Bestimmung findet im Rahmen der Aktion „Gelbes Band“ statt, die sich um die Erhaltung und Förderung der für die Artenvielfalt so wichtigen Streuobstwiesen kümmert. In der Pfalz initiiert wurde die Bewegung von der LEADER AG Pfälzerwald plus, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Haus der Nachhaltigkeit. Durch das Gelbe Band an Obstbäumen wird gekennzeichnet, dass hier alle die möchten und Verwendung für das Obst haben, kostenlos ernten dürfen. So finden leckere, wertvolle Lebensmittel wie Äpfel, Birnen und Pflaumen ihren Weg in die Pfälzer Küchen. Teilnehmende Kommunen haben ihre Bäume bereits markiert. Weitere Infos zum Thema finden Sie auf der Seite des Biosphärenreservates Pfälzerwald.
Der Pfälzer Waldladen hat ebenfalls geöffnet und bietet verschiedene nachhaltige, regionale Produkte an. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Quelle: Haus der Nachhaltigkeit






