Landstuhl – Pfälzische Mundart, bekannte Melodien und jede Menge Humor: Beim Pälzer Feschdivel am Samstag, 10. Oktober 2026, verwandelte sich die Stadthalle Landstuhl in einen Treffpunkt für Freunde der pfälzischen Lebensart. Mit Woifeschdkänisch, dem Pälzer Türk und den Anonyme Giddarischde stand ein Programm auf der Bühne, das Musik und Comedy miteinander verband.

Die Stimmung war mitreißend und zeigte, wie sehr die pfälzische Mundartmusik das Publikum verbindet. Hochgehaltene Schals mit der Aufschrift „SCHA LA LA LA“ bei Woifeschdkänisch gehörten neben den Schoppengläsern zu den auffälligen Bildern des Abends. Sie passten zur ausgelassenen Atmosphäre und zum Gemeinschaftsgefühl, das die Musik der Bands auszeichnet.

Woifeschdkänisch (Foto: Holger Knecht)

Woifeschdkänisch eröffnen den Abend

Den musikalischen Auftakt übernahmen Woifeschdkänisch. Die Formation mit Sänger Monji El Beji, Bassist Christoph Erbach, Dr. Christian Marquardt (Piano, Akkordeon, Gitarre), Gitarrist Markus Müller und Aushilfs-Schlagzeuger Daniel Magin verbindet bekannte Melodien mit pfälzischen Texten und nimmt dabei regionale Eigenheiten ebenso aufs Korn wie die Liebe zur Heimat.

Mit Titeln wie „Schorlekontakt“, „Pälzer Paradies“, „Die Klää Kalmit“ und „De Sohn vum Karl-Hoinz“ stand die Pfalz musikalisch im Mittelpunkt. Wein, Landschaft und die Besonderheiten des pfälzischen Alltags lieferten den Stoff für die Lieder.

Pälzer Türk (Foto: Holger Knecht)

De Pälzer Türk: Integration auf Pfälzisch

Anschließend gehörte die Bühne dem Pälzer Türk. Hinter der Bühnenfigur steht Teyar Çira, der mit seinem pfälzischen Dialekt und seiner besonderen Perspektive auf das Leben zwischen unterschiedlichen kulturellen Wurzeln bekannt geworden ist.

Das Thema Integration nahm in seinem Programm einen wichtigen Platz ein. Mit der Verbindung von pfälzischer Lebensart und türkischen Wurzeln greift er Erfahrungen auf, die viele Menschen aus ihrem Alltag kennen. Dabei steht die Frage im Raum, was es bedeutet, in der Pfalz zu Hause zu sein – und wie selbstverständlich unterschiedliche kulturelle Hintergründe zum gemeinsamen Leben gehören können.

Die Anonyme Giddarischde (Foto: Holger Knecht)

Die Anonyme Giddarischde sorgen für den musikalischen Höhepunkt

Den Abschluss gestalteten Die Anonyme Giddarischde. Die Band, bestehend aus Sänger Thomas „Edsel“ Merz, den Gitarristen Roman Nagel und Joachim Kaul, Jochen Magin (Mandoline, Steelgitarre, E-Bass) und Schlagzeuger Stefan Brod, zählt zu den bekanntesten Vertretern der pfälzischen Mundartmusik. Mit „Die Lewwerworschd“ und dem „Palzlied“ standen zwei Titel auf dem Programm, die eng mit der regionalen Musikkultur verbunden sind. Aber auch andere Titel aus dem Leben, z.B. im Baumarkt oder im Pfälzerwald, sorgten für Begeisterung.

Ein Abend für die pfälzische Lebensart

Das Pälzer Feschdivel setzte auf eine Mischung aus Mundartmusik, Comedy und regionalem Lebensgefühl. Die mitreißende Stimmung und die hochgehaltenen Schals zeigten, wie viel Identifikation in der pfälzischen Sprache und Musik steckt. In Landstuhl wurde die Mundart an diesem Abend nicht nur gesungen und gesprochen – sie wurde gemeinsam gefeiert.


Woifeschdkänisch

Pälzer Türk

Die Anonyme Giddarischde


Quelle: Treffpunkt-Pfalz