Kaiserslautern – Mit einem klaren Blick nach vorn hat Oberbürgermeisterin Beate Kimmel beim Neujahrsempfang der Stadt Kaiserslautern das Jubiläumsjahr 2026 eingeläutet. In der ganz im Jubiläumsdesign geschmückten Fruchthalle, die 2025 als bedeutender rheinland-pfälzischer Demokratieort ausgezeichnet wurde, kamen rund 700 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Ehrenamt zusammen.
2026 wird für Kaiserslautern ein besonderes Jahr: Vor 750 Jahren verlieh Rudolf von Habsburg der Stadt die Stadtrechte.
„750 Jahre Kaiserslautern – das ist kein Rückblick im Museumssinn. Es ist eine Einladung, diese Stadt neu zu sehen. Mit einem bewussten Blick auf das, was sie stark macht, was sie zusammenhält und was sie lebenswert macht.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Im Mittelpunkt ihrer Rede standen Gemeinschaft, Zusammenarbeit und der Mut, neue Wege zu gehen. Kimmel betonte, dass Kaiserslautern von den Menschen lebe, die hier wirken:
„Jede und jeder von uns ist ein Gesicht dieser Stadt. Gemeinsam können wir einen Unterschied machen – und das tun wir jeden Tag.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Besondere Akzente setzte die Oberbürgermeisterin auf die kulturelle Vielfalt und die internationale Prägung der Stadt. Kaiserslautern sei Heimat für Menschen aus rund 150 Nationen und zugleich Teil der größten US-amerikanischen Militärcommunity außerhalb der Vereinigten Staaten.
„Wir zeigen als Stadt jeden Tag, dass wir offene, freundliche Gastgeber sind – ein echtes ‚Home away from home‘..“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Auch die Rolle von Wissenschaft und Wirtschaft hob sie hervor. Die enge Zusammenarbeit mit der RPTU, der Wirtschaftsförderung sowie regionalen Unternehmen werde weiter gestärkt.
„Wir machen Ernst mit dem Zusammenwachsen von Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft. Das ist ein wichtiger Schlüssel für Fachkräfte, Studierende und die Zukunft unserer Stadt.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Ein zentrales Thema war zudem die Stadtentwicklung, insbesondere das Pfaff-Quartier. Die Oberbürgermeisterin sprach von einem notwendigen Paradigmenwechsel hin zu mehr Erhalt, Nachhaltigkeit und Respekt vor der Industriegeschichte. Als Beispiel nannte sie den geplanten Erhalt des Kohlenbunkers als zukünftigen Ort der Begegnung.
„Wir bewahren Geschichte und schaffen zugleich neue Aufenthaltsqualität. Das ist verantwortungsvolle Stadtentwicklung.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Mit Blick auf die kommunalen Finanzen unterstrich sie die Bedeutung einer verlässlichen und dauerhaften Finanzierung der Städte. Gleichzeitig verwies sie auf positive Impulse durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie auf konstruktive Gespräche auf Landes- und Bundesebene.
„Unser Ziel ist klar: Gestaltungsspielräume für die Kommunen sichern – mit Respekt, Augenhöhe und gemeinsamem Anpacken.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Ein weiterer Ausblick galt den anstehenden Projekten: dem städtebaulichen Wettbewerb für den neuen Stadtteil am Betzenberg, der Umsetzung des integrierten nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) sowie der Weiterentwicklung der Theaterwiese als attraktiver Aufenthaltsort in der Stadtmitte – wenn auch es baulich erst nach den Jubiläumsfeierlichkeiten losgehen wird, wie das Stadtoberhaupt ankündigte.
Das Jubiläumsjahr 2026 wird bewusst über das gesamte Jahr hinweg gefeiert – mit bestehenden und neuen Formaten, mit Beteiligung aus der Stadtgesellschaft und mit Raum für Begegnung. Das Leitmotiv „Kurze Wege – lange Geschichte“ soll dabei Orientierung geben.
„Dieses Jubiläum soll ein Jahr für alle werden. Für Alteingesessene und Zugezogene. Für Jung und Alt. Für alle, die Kaiserslautern mitgestalten – sichtbar oder leise.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Zum Abschluss rief Kimmel dazu auf, das Jubiläumsjahr aktiv mitzugestalten:
„Wir feiern nicht nur Vergangenes. Wir feiern das, was Kaiserslautern heute ist – und das, was es morgen sein kann. Ich habe Lust auf die Zukunft in dieser Stadt. Mit Ihnen.“
Oberbürgermeisterin Kimmel
Und wie bereits in den Vorjahren stand ganz am Ende der Rede ein gemeinsames Lied – „Freude schöner Götterfunken“ in einer leicht an Kaiserslautern angepassten Textversion.
Quelle: Stadtverwaltung Kaiserslautern




