Ludwigshafen – Die Pfalzbau Bühnen feiern die zweite Spielzeithälfte mit einem Reigen an exquisiten Veranstaltungen. Der Theaterfrühling Ludwigshafen präsentiert eine große Bandbreite an herausragenden nationalen und internationalen Schauspielproduktionen und hochkarätigem Tanz u.a. aus Brasilien, Israel und Frankreich.
„Ich freue mich, unserem Publikum spannenden, modernen Tanz, klassisches Ballett auf höchstem Niveau aus Paris und Prag und einen Welterfolg wie die Erfolgsproduktion Lacrima aus Frankreich in diesem Theaterfrühling zu präsentieren.“
Intendant Tilman Gersch
Die temperamentvolle und mitreißende brasilianische Grupo Corpo zeigt zur Eröffnung am 13. und 14. März zwei energetische Werke. Am 28.3. gastiert die berühmte Batsheva Dance Company mit Ohad Naharins neuer Produktion Momo, in der er mit großer Dynamik die Ambivalenz des Daseins erforscht. Mit einem gemischten Programm aus Klassikern und Moderne ist das Junior Ballet de l’Opéra national de Paris für junge Künstler zwischen 18 und 23 Jahren am 11. und 12.4. erstmals in Ludwigshafen zu Gast. In ihrem berührenden Tanzstück Maldonne erforscht Leïla Ka dann am 2. Mai das Wesen der Weiblichkeit zwischen Aufbegehren, Einsamkeit, Leid und Zusammenhalt.
Mit der opulenten und bilderstarken Aufführung des komischen Balletts Coppélia präsentiert das Ensemble des Prager Nationaltheaters am 15. und 16.5. hochartifiziellen Tanz. In seinem klassisch schönen Werk Requiem(s) verarbeitet Angelin Preljocaj am 12. und 13. Juni die Trauer mit all ihren Gefühlen in großartigen Tanz, vermittelt aber auch, welch großes Wunder das Leben ist. Mit Superstrat schafft die französische Choreographin Anne Nguyen am 17.6. ein eindrucksvolles Solo für Mark-Wilfried Kouadio alias Willy Kazzama, der sich gleichermaßen in traditionellen wie urbanen Tänzen bewegt. Die Choreographin Alexandra Bachzetsis setzt in ihrer Choreographie Exposure mit dem schwedischen Cullberg Ballett schließlich am 24.6. konsequent auf Provokation und Kontraste – eine choreographische Achterbahn der Gegensätze.
Im Schauspiel steht die Wiederaufnahme von zwei Eigenproduktionen des Hausherrn Tilman Gersch auf dem Programm: Die Komödie Maß für Maß, zu sehen am 17. und 18.4., lebt vom rasanten Wechsel zwischen deftiger Komik, Poesie, gedanklicher Schärfe und tiefer Emotion. In Goldonis Komödie Das Kaffeehaus kämpft ein Kaffeehausbesitzer am 23. bis 25. April gegen die aberwitzigen Herausforderungen seines Berufes. Werther (Love & Death) beschäftigt sich am 29. und 30.4. auf Goethes Spuren mit dem Reich der Liebe als flüchtigem und widersprüchlichem Gefühl. Isobel McArthurs Erfolgskomödie Stolz und Vorurteil (* oder so) erzählt am 22. und 23. Mai ihre urkomische Version des berühmten Romans von Jane Austen aus der Perspektive von fünf frechen Dienstmädchen. Nach einer weltweiten Tour ist Ludwigshafen am 5. und 6. Juni eine der letzten Stationen von Lacrima, der gefeierten Inszenierung von Caroline Guiela Nguyen am Théâtre National de Strasbourg. Mit großen Emotionen, Humor und politischer Aktualität erzählt sie von der Herstellung eines britisch-royalen Brautkleids und den Dramen, die sich dabei abspielen. Juliane Köhler und Manfred Zapatka gestalten zum Ausklang der Saison am 27. und 28.6. Lot Vekemans modernes Schauspiel Blind um unvereinbar scheinende Lebensentwürfe virtuos als intensives, hoch aktuelles Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Perspektiven.
Im selben Zeitraum finden darüber hinaus eine Vielzahl an Veranstaltungen auf den Pfalzbau Bühnen außerhalb des Theaterfrühlings statt; darunter Musiktheater vom Pfalztheater Kaiserslautern, Kinder- und Jugendtheater, Konzerte und mehr.
Quelle: Theater im Pfalzbau




