Neustadt an der Weinstraße – Am Samstag Abend, 09.09.2023, fand auf der Wolfsburg das Wolfsgeheul statt. Bei der Veranstaltung von Wolfsburgverein und Waldschatten war der Besucherandrang enorm. Zeitweise waren nach Schätzungen der Vereine etwa 1000 Menschen auf der Wolfsburg.

Die Veranstaltung war in den vergangenen Jahren mit etwa 300 – 400 Gästen besucht und entsprechend waren die Veranstalter auf solch einen Ansturm nicht vorbereitet. Zeitweise waren keine neuen Gläser mehr verfügbar und das Wasser ging zur neige, zudem gab es einen kurzfistigen Stromausfall. Aufgrund der Überfüllung entschied sich der Veranstaltungsleiter Florian Hofmann bereits gegen 20:30Uhr für ein frühzeitiges Ende der Bewirtung. Die Lichtshow von Inferno wurde vorgezogen, damit alle diese noch sehen konnten.

Dennoch blieb die Stimmung unter den Gästen gut. Die Meisten stellten sich auf die Situation ein und genossen das Programm und die Illumination auch mit eingeschränkter Bewirtung. Die Veranstaltung hatte auf jeden Fall ihren familiären Charakter, für den die Wolfsburg bekannt ist und die geschaffene athmosphäre in den Gemäuern war einzigartig. Das Feedback der Gäste vor Ort an den Vereine war durchweg positiv. 

Dudelsackspieler Marcus Gottwald und Mark Salinger (Foto: Die Waldschatten)
Dudelsackspieler Marcus Gottwald und Mark Salinger (Foto: Die Waldschatten)

„Auch wenn dieses Jahr logistisch wirklich schwierig war, sind wir als Veranstalter überwältigt, dass so viele Menschen unsere Veranstaltungen annehmen, obwohl man den Weg zu Fuß erklimmen muss!“

Florian Hofmann

Die Veranstalter entschuldigen sich an dieser Stelle für jegliche Unannehmlichkeit im Rahmen Veranstaltung und sind dankbar für das große Verständnis der Besucher. Auch die Künstler und Helfer hatten sichtlich Spaß. Weiterhin steht für den Wolfsburgverein fest, dass die marode Infrastruktur der Wolfsburg stärker in den Fokus der Stadtverwaltung rücken muss.

„Wir sehen, dass die Menschen trotz Wurstmarkt zu tausend auf die Wolfsburg strömen. Bei diesem veränderten Besucherverhalten muss auch die Priorität für Zufahrtsstraße, Stromversorgung und Wasserleitung neu beurteilt werden!“

Florian Hofmann
Wolfsgeheul auf der Wolfsburg (Foto: Die Waldschatten)
Wolfsgeheul auf der Wolfsburg (Foto: Die Waldschatten)

Für die kommenden Jahre muss nun ein neues Konzept her. Im nächsten Jahr soll es defintiv wieder ein Wolfsgeheul geben. Neben einem massiven Aufstocken der Vorräte auf der Burg und einer Mehrzahl an Helfern werden auch andere Abläufe gebraucht, um einen solchen Besucherstrom zu bewältigen. Nötig wird z.B. ein Auslagern der Theke aus der engen Burgschänke und eine Netzersatzanlage. In der Nachlese werden die Vereine beraten, wie das zu bewerkstelligen ist. In Zukunft wird eine stärkere Abstimmung mit Stadtverwaltung und Feuerwehr nötig sein, so wie es am Wolfsburgfest im Sommer bereits praktiziert wird. 

Hinweis: Zuletzt waren so viele Menschen vermutlich in den 1960er Jahren auf der Wolfsburg, als der Neustadter Konvent seine Ritterspiele veranstaltet hat. 


Fotos der illuminierten Wolfsburg:


Quelle: Die Waldschatten Wald- Wanderverein e.V.