Neustadt an der Weinstraße – Eine gelungene Mischung aus Literatur, Regionalgeschichte und Einblicken in die Polizeiarbeit erlebten die Besucherinnen und Besucher am Donnerstagabend, 02.07.2026, bei einer besonderen Buchpräsentation mit Krimilesung in Neustadt. Auf Einladung von Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz stand der neue Pfalzkrimi „Burgentrauma“ von Harald Schneider im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und erlebten eine unterhaltsame und zugleich informative Lesung, bei der Autor Harald Schneider seinen mittlerweile 26. Fall rund um den beliebten Ermittler Reiner Palzki vorstellte. Das Werk markiert zugleich das 20-jährige Bestehen des sogenannten „Palzkiversums“, das sich längst zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturszene entwickelt hat.

In seinen Auszügen führte Schneider das Publikum auf eine spannende Reise zu bedeutenden Burgen der Pfalz, darunter die Burg Lichtenberg, die Reichsburg Trifels, die Burg Nanstein und die Hardenburg. Dabei gelang es ihm, kriminalistische Spannung mit historischen Hintergründen und einem feinen, pfälzischen Humor zu verbinden.

Ergänzt wurde die Lesung durch interessante Gesprächsrunden. Neben dem Autor gaben auch der Historiker Michael Landgraf, Monji El Beji sowie Burgverwalter Andreas Rauch Einblicke in die historische Bedeutung der Schauplätze und deren Einbindung in die Handlung.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung richteten Prof. Dr. Hannes Kopf (SGD Süd), Polizeipräsident Andreas Sarter (Polizeipräsidium Rheinpfalz) und Andreas Stenger (Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg) Grußworte an die Gäste. Sie hoben die besondere Verbindung von Literatur, kulturellem Erbe und moderner Polizeiarbeit hervor. Insbesondere die Verknüpfung des „Palzkiversums“ mit der digitalen Plattform KuLaDig wurde als zukunftsweisendes Beispiel für die Vermittlung regionaler Geschichte gewürdigt.

Das „Palzkiversum“ steht seit zwei Jahrzehnten für weit mehr als klassische Kriminalliteratur. Durch die konsequente Einbindung realer Schauplätze, regionaler Sprache und gesellschaftlicher Themen gelingt es Harald Schneider, die Pfalz als lebendigen Erzählraum erlebbar zu machen. Die Lesung in Neustadt zeigte eindrucksvoll, wie Literatur dazu beitragen kann, kulturelles Erbe neu zu entdecken und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.


Quelle: Treffpunkt-Pfalz – Holger Knecht