Bad Dürkheim – Weil beide Träger des geteilten dritten Platzes des Bürgerpreises 2025 bei der Verleihung am Sonntag, 19. April 2026, nicht anwesend sein konnten, hat am Dienstag, 12. Mai, eine kleine Feierstunde als Ersatztermin im Ratssaal der Kreisverwaltung stattgefunden.

Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld hat Wolfgang Mildner aus Lambrecht und Bernhard Oberhettinger aus Deidesheim die Auszeichnung überreicht und ihnen für ihr großes ehrenamtliches Engagement für ihre Heimatgemeinden gedankt.

Der Name Wolfgang Mildner ist vor allem den Menschen in und um Lambrecht ein Begriff, die ebenso wie der Geehrte der Natur oder dem Klettersport verbunden sind. Seit mehr als 20 Jahren pflegt Mildner die Streuobstwiese Beutelstein, seit über 15 Jahren die Streuobstwiese Bohnenäcker. Dabei hat es sich der 72-Jährige auch gleich noch zur Aufgabe gemacht, alte, in Vergessenheit geratene Obstsorten im Lambrechter Tal zu entdecken und zu erhalten. Seine Liebe zur Natur spiegelt sich auch in seiner Begeisterung für das Klettern wider. Mildner hat die Klettergruppe in Lambrecht gegründet und war maßgeblich an der Einrichtung von Klettertouren in Steinbrüchen der Region beteiligt: in Lambrecht, Lindenberg, Weidenthal und Gimmeldingen. Als der frühere Chemielaborant in Ruhestand ging, hat er sich diesem Hobby weiter gewidmet, Gipfelbücher aufgelegt, und mit dem Verein „Pfälzer Kletterer“ Routen an Felsen im Wasgau saniert. Der umtriebige Lambrechter hat sich zudem in diversen Publikationen auf der Webseite der Naturfreunde Lambrecht unter anderem mit Brunnen, Grenz-, Gedenk- und Orientierungssteinen beschäftigt. 

Bernhard Oberhettinger engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für seine Heimatstadt Deidesheim. Seit 2009 ist er Partnerschaftsbeauftragter und kümmert sich mit viel Herzblut und Begeisterung um die Verbindungen zu den vier Deidesheimer Partnerstädten in Frankreich (St. Jean de Boiseau), Ungarn (Tihany), Schweiz (Buochs) und Thüringen (Bad Klosterlausnitz). „Das ehrenamtliche Engagement Bernhard Oberhettingers trägt zur Verständigung über Ländergrenzen hinweg bei“, betonte Landrat Ihlenfeld. Der Geehrte war zudem lange Jahre politisch aktiv im Stadtrat und als Beigeordneter der Stadt Deidesheim. Unter anderem wirkt er heute noch am Netzwerk Cittaslow mit, um eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung der Stadt zu unterstützen. Oberhettinger setzt sich auch für den Erhalt von Flurkreuzen und die Pflege von Grünanlagen ein – das Ortsbild „seiner“ Stadt liegt dem 72-Jährigen am Herzen. Oberhettinger dürfte aber auch deshalb vielen Menschen im Landkreis bekannt sein, weil er an Grundschulen in Deidesheim, Meckenheim und Ellerstadt/Friedelsheim/Gönnheim teils als Lehrer, teils als Schulleiter gearbeitet hat. Bei seiner letzten beruflichen Station als Schulleiter in Deidesheim – 2015 ist er in Ruhestand gegangen – hat er Projekte ins Leben gerufen, die heute noch Bestand haben, wie etwa die Organisation von Spendenläufen zugunsten von Hilfsprojekten in Indien. Durch sein facettenreiches Wirken hat Bernhard Oberhettinger auf verschiedenen Wegen mit seinem ehrenamtlichen Engagement die Stadt Deidesheim nachhaltig geprägt. 


Das Foto zeigt (vorne von links) Bernhard Oberhettinger, Wolfgang Mildner, (hinten von links) Manfred Dörr (ehemaliger Deidesheimer Bürgermeister), Renate Klingelmann (ehemalige Deidesheimer Beigeordnete), Dieter Dörr (Deidesheimer Bürgermeister), Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Andreas Ohler (Lambrechter Bürgermeister), Gernot Kuhn (Bürgermeister Verbandsgemeinde Lambrecht).



Quelle: Kreisverwaltung Bad Dürkheim