Kusel – „Sono Dada – La Sorella Di Elsa“ (übersetzt „Ich bin Dada, die Schwester von Elsa“) so lautet der Titel der kommenden Ausstellung der Künstlerin Judith Boy im Stadt- und Heimatmuseum Kusel. Alle Interessierten sind herzlich zur Vernissage am kommenden Freitag, 08.05.2026, um 17:00 Uhr eingeladen.
Die bildende Künstlerin Judith Boy, die sowohl in Deutschland als auch in Sizilien/ Italien, tätig ist, zeigt im Stadt- und Heimatmuseum Kusel eine Auswahl neuer Werke. Malerei und Zeichnung trifft dabei in ungewöhnlicher Weise auf Objekt & Installation.
Dabei spannt Judith Boy einen Bogen zum Thema des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026 „Die Goldenen 20er“ und widmet sich dem Dadaismus.
Diese künstlerische und literarische Bewegung wurde von Hugo Ball 1916 in Zürich „gegründet“. Hugo Ball, der wie Judith Boy aus Pirmasens stammt, gilt als geistiger Vater des Dadaismus und der Dada-Bewegung, die sich durch Ablehnung von traditioneller, „konventioneller“ Kunst und bürgerlicher Ideale auszeichnet, dabei das „Sinnlose“ feiert und sich hierzu gerne absurder, provokanter Ausdrucksformen bedient.
Judith Boy arbeitet seit vielen Jahren immer wieder in dadaistischen Genres und stellt nun eine umfangreiche Präsentation im Stadtmuseum Kusel aus.
Eine besondere Vorliebe hat Judith Boy für Elsa von Freytag-Loringhoven (1874-1927), eine Dadaismus-Künstlerin, die mit ihrem Auftreten und Werk sehr viel Aufsehen erregt hat. Wegen ihres durch Heirat erworbenen Adelstitels und ihrer Bedeutung für den Dadaismus wurde Elsa von Freytag-Loringhoven auch als „Dada-Baronin“ bezeichnet.
In der Dadaismus-Szene wurde sie zur Ikone, weil sie ihr Leben selbst zur Kunst machte: Exzentrisch, provokant und bewusst gegen gesellschaftliche Normen gerichtet. Der Titel „Dada-Baronin“ verbindet also von Freytag-Loringhovens echten Adelstitel mit ihrer Rolle als radikale, rebellische Künstlerin.
Der Titel der Ausstellung ist insofern auch als Hommage an Elsa von Freytag-Loringhoven zu verstehen.
Die Kunst von Judith Boy ist seit vielen Jahren ebenso von Elementen der wilden 20er Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt – was wiederum auch in die aktuellen 20er Jahre der heutigen Zeit passt.
Die Körborner Künstlerin widmet sich hierbei vielfältigen Themen – von der feministischen Kunst über Klimawandel, veränderte Viren, bis hin zur Völkerwanderung der Neuzeit oder der Genforschung – all dies hat ihre Werkarbeiten inspiriert.
Wer das Ungewöhnliche, Expressive mag und in Kunst eintauchen möchte, darf sich auf eine höchst spannende, abwechslungsreiche Ausstellung freuen.
Judith Boy zeigt zur Vernissage eine Performance zum Thema und erklärt auch die einzelnen Werke und Entstehungsprozesse.
Nach der Vernissage kann die Ausstellung bis zum 24.06.2026 besucht werden. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Kunstausstellung „Sono Dada – La Sorella Di Elsa“ von Judith Boy
Vernissage: Freitag, 08.05.2026, 17:00 Uhr
Stadt- und Heimatmuseum, Marktstraße 27, 66869 Kusel.
Ausstellungsdauer: 08.05. – 24.06.2026
Der Eintritt ist frei.
Quelle: Judith Boy





